Thann/Vieux Thann

In der Stadt Thann lebten Juden bereits im Mittelalter, erstmals vermutlich seit Ende des 13. Jahrhunderts. 1309 waren die Juden der Stadt von einer Judenverfolgung betroffen, die ihren Ausgang vermutlich in Rouffach genommen hatte. Erneut hatten die Thanner Juden unter der Armleder-Verfolgung 1338 und unter der Verfolgung während der Pestzeit 1348/49 zu leiden. 1383 werden wieder Juden in der Stadt genannt. 1473 waren es 3 jüdische Familien.

Die Entstehung der neuzeitlichen Gemeinde geht in die Zeit nach dem Dreißigjährigen Krieg zurück. Sie hatte eine Synagoge, eine jüdische Schule, ein rituelles Bad und einen Friedhof. Seit 1858 war Thann Sitz eines Rabbinates. Zum Rabbinat Thann gehörten auch die in Rougemont und Soppe-le-Bas lebenden jüdischen Personen.

Die Friedhöfe

In Thann existiert ein Friedhof in der Rue Humberger (alter Friedhof), der vermutlich im 17. Jahrhundert errichtet wurde. Aus dieser Zeit sind noch einige Grabsteine erhalten, insgesamt hat man rund 100 Steine gefunden. Ein neuer Friedhof wurde Ende des 19. Jahrhunderts angelegt. Er befindet sich östlich der Altstadt in Richtung Aspach.

Bilder vom neuen Friedhof

Eindrücke vom nicht zugänglichen neuen Friedhof