Juden in Georgensgmünd

Die Synagoge heute
Der heutige Bau der Synagoge

Die kleine Gemeinde liegt in Mittelfranken und setzt sich aus 13 Teilorten mit heute rund 6 000 Einwohnern zusammen. An einer alten Handelsstraße gelegen, ließen sich hier im 16. Jahrhundert jüdische Händler nieder, die mit ihren Familien im Lauf der Zeit einen bedeutenden Anteil an der Bevölkerungszahl des Ortes ausmachten. Die jüdische Gemeinde besaß seit 1734 eine Synagoge, zu der zwei Ritualbäder gehörten. Durch Abwanderung im 19. Jahrhundert reduzierte sich die Zahl der Juden stark. 1933 waren es noch 35 Personen, 1938 zur Zeit der Pogrome noch 13 Seelen, die alle den Ort verlassen mussten. Die Synagoge wurde zwar geplündert und die Innenausstattung zerstört, das Gebäude blieb jedoch unversehrt. Heute bildet die wiederhergestellte Synagoge zusammen mit den zwei Mikwen das sehenswerte Jüdische Museum, zu dem auch der Friedhof auf der Judenbastei zählt.