Die Friedhöfe in Bamberg

Der erste mittelalterliche Friedhof lag in der unteren Sandstrasse. Er wurde im 14. jahrhundert angelegt und im späten 15. Jahrhundert abgeräumt. Bei Umbauarbeiten an einem Haus sollen vor einigen Jahren alte Grabsteine, die als Bodenplatten verwendet wurden, gefunden worden sein.

Von 1556 bis 1851 hatten die Juden in Bamberg keinen eigenen Friedhof. Sie mussten ihre Toten zuerst in Zeckendorf, ab Mitte des 17. Jahrhunderts in Walsdorf beerdigen.

Im Jahre 1851 wurde der jetzige Friedhof an der Siechenstrasse eingeweiht, 1890 kam das Tahara Haus hinzu. Das Gebäude wurde als Fabriklager benutzt und überlebte den Krieg unzerstört.

Der Friedhof wird bis heute von der jüdischen Gemeinde benutzt. Er enthält etwa 1100 Grabsteine. Zahlreiche bekannte Personen sind hier beerdigt.

Die Grabsteine sind eher kunstvoll und weniger traditionell gestaltet, entsprechend der in Bamberg früh herrschenden jüdischen Assimilation und Emanzipation.

Trauerhalle (Quelle: Jan Eric Loebe, Wikimedia 2011)
Tafel am Tahara Haus mit einem Teil des Schmone-Esre, einem wichtigen Gebet eines jeden jüdischen Gottesdienstes (Foto: Jüdischer Historischer Verein Augsburg)
Denkmal für die Gefallenen des 1. Weltkrieges. Das steinerne Podium stammt aus der früheren Synagoge (Foto: Jüdischer Historischer Verein Augsburg)
Steine aus einem Keller an der unteren Sandstrasse (Foto: Jüdischer Historischer Verein Augsburg)
Grabsteine, Reste älterer Steine, (Foto: Jüdischer Historischer Verein Augsburg)
Tafel am Tahara Haus mit einem Teil des Schmone-Esre, einem wichtigen Gebet eines jeden jüdischen G´ttesdienstes (Foto: Jüdischer Historischer Verein Augsburg)
Tafel am Tahara Haus mit einem Teil des Schmone-Esre, einem wichtigen Gebet eines jeden jüdischen G´ttesdienstes (Foto: Jüdischer Historischer Verein Augsburg)