Jüdisches Leben in Ansbach

Die Ansbacher Synagoge
Die Synagoge im Strassenbild

Ansbach ist der Sitz der Bezirksregierung von Mittelfranken. Das Stadtbild ist geprägt von der Zeit, als die Markgrafen von Brandenburg-Ansbach die Landesherren waren.

Juden dürften schon Anfang des 14. Jahrhunderts hier gewohnt haben, wie aus alten Aufzeichnungen hervorgeht. Die erste Gemeinde fiel damals grassierenden Pest-Pogromen zum Opfer. Am Ende des 14. Jahrhunderts hatte sich wahrscheinlich erneut eine Gemeinde gebildet. Zwar mussten 1564 alle Juden die Stadt verlassen, jedoch ließen sich wenig später wieder mehrere Familien nieder.
Die Gottesdienste fanden bis etwa 1744 in privaten Beträumen statt. Danach erhielt die Gemeinde die Genehmigung zum Bau einer eigenen Synagoge, die 1746 eingeweiht wurde. Dazu gehörten auch eine Mikwe sowie ein separates Gemeindehaus mit Schul- und Wohnräumen. Diese Gebäude umschlossen zusammen mit einem später hinzugekommenen Badhaus einen Hof.
Die Synagoge wurde beim November-Pogrom 1938 durch die Nazis geschändet und geplündert. Das barocke Gebäude selbst blieb erhalten und wurde nach dem Krieg restauriert. 1964 wurde s zum „musealen und symbolischen Gotteshaus“ erklärt. Heute beherbergt es ein Informationszentrum über die Geschichte der jüdischen Gemeinde in Ansbach.
Die Juden in Ansbach erlitten ab 1933 Schmähungen und Verfolgungen, weshalb zahlreiche Familien abwanderten. 1939 hatten auf Weisung der Nazi-Behörden alle Juden die Stadt verlassen.

Hinweistafel
Hinweistafel
Die Synagoge heute
Die Gebäudefront

Der Friedhof in Ansbach                Quellen und Literatur