Der Friedhof Berlin Heerstraße

Angelegt/eingeweiht: 1955

Grösse: ca. 3,4 Hektar = 34.000 qm

Grabstellen: über 5.000

Bedingt durch die Ost-West-Spaltung der Stadt Berlin, teilte sich auch die jüdische Gemeinde Berlins in Ost und West. Dies bedeutete für die Juden im Westteil der Stadt: es musste ein neuer Friedhof angelegt werden. Im nord-westlichen Teil des Grunewalds, der hier an die Heerstr. angrenzt, konnte 1955 ein ca. 3,4 Hektar grosses Areal für die Gestaltung eines Friedhofs gekauft werden. Dieser wurde 1956 geweiht und bis heute haben hier über 5.000 Bestattungen stattgefunden.

Ein Gedenkstein erinnert an die Ermordung zahlloser Juden unter der Herrschaft der Nationalsozialisten. Hier wurde auch eine Urne mit Asche aus dem KZ-Auschwitz beigesetzt.

Beim Besuch dieses Friedhofs fallen die sehr unterschiedlich gestalteten Gräber auf. Weisen einige Abteilungen sehr schlicht hergerichtete Gräber auf, so sind an anderen Stellen grosse Grabmale aus schwarzen Marmor mit vergoldeten Inschriften zu finden. Repräsentation spielt inzwischen auch auf jüdischen Friedhöfen eine Rolle. Am Beginn der Gräberfelder stehen zwei historische Grabsteine aus dem 13.Jahrhundert vom Judenkiewer, einem ehemaligen jüdischen Friedhof in Spandau, wiederentdeckt 1955 bei Renovierungsarbeiten an der Zitadelle. An bekannten Persönlichkeiten sind hier bestattet:

An heute noch bekannten Persönlichkeiten liegen u.a auf diesem Friedhof begraben: