Juden in Neustadt an der Saale

Das Wappen von Neustadt an der Saale. Wikipedia commons

 

Bad Neustadt a. d. Saale ist eine Kleinstadt nordöstlich von Würzburg.

Seit dem 13. Jahrhundert wechselten sich blutige Verfolgungen und erneute Ansiedlungen von Juden ab. Erst um die Mitte des 19. Jahrhunderts etablierte sich eine beständige jüdische Gemeinde. Sie besaß eine Synagoge, einen Schulraum mit Lehrerwohnung und etwas später eine jüdische Handelsschule mit Pensionat.

Eine neue, größere Synagoge entstand um 1870. Eine Mikwe entstand in der Nähe dieser Synagoge in dem alten Gemeindehaus.

Der Friedhof wurde wenig später eröffnet. Er diente auch den umliegenden Gemeinden als Begräbnisplatz.

Während der NS-Zeit wurden auch hier die Juden verfolgt, entrechtet, betrogen und um ihr Vermögen gebracht. Im Ort gab es einzelne Proteste, auch vom Pfarrer der katholischen Kirche. Sie wurden aber brutal erstickt.

Die Synagoge wurde zerstört, aber nicht abgebrannt.

Die letzten Juden wurden im Jahre 1942 verschleppt und ermordet.