Harburg

Harburg ist nicht nur einer der ältesten jüdischen Friedhöfe, sondern hier war auch Begräbnisplatz für die Toten mehrerer anderer jüdischer Gemeinden, Ederheim bis 1880, Mönchsdeggingen bis zur Anlage eines eigenen Friedhofs. Es wird vermutet, dass einmal über 600 Gräber vorhanden waren, heute sind es immer noch mehr als 250.

In Harburg bestand eine grosse Judengemeinde, aus der viele bekannte jüdische Persönlichkeiten hervorgegangen waren. Hier ist u.a. die Gross-Sippe der Nebel zu nennen, 1938 wurde als letzter Julius Nebel, Stadtrat und Händler in Harburg beerdigt.

Eindrucksvoll ist der Grabstein eines hier begrabenen Schofarbläsers. Das Schofar ist eine Blasinstrument, ein Widderhorn, das u.a. am jüdischen Neujahrstag (Rosch-ha-Schana) und am Versöhnungstag (Jom Kippur) benutzt wird.